Messungen vor Ort

Zuverlässigkeit einer Horizontaufnahme per Smartphone

Eine Horizontaufnahme ist eine wichtige Grundlage für Verschattungsprofil, Horizontprofil und Verschattungsanalyse eines PV-Projekts. Mit Smartphone- und Tablet-Sensoren lassen sich Standortdaten schnell erfassen, wenn Funktionsweise, Grenzen und Kontrollschritte klar berücksichtigt werden.

Die Frage der Zuverlässigkeit

Eine wiederkehrende Frage lautet: Sind Messungen mit einem Smartphone zuverlässig genug für eine PV-Vorstudie oder erste PV-Standortanalyse?

Die Antwort hängt von Sensorqualität, Messbedingungen sowie den Kontrollen ab, mit denen die aufgenommenen Daten geprüft und korrigiert werden.

Ein Smartphone ist kein perfektes Messinstrument. Mit Methode, Kalibrierung und Prüfung kann es jedoch nutzbare Standortdaten liefern, um einen Standort zu qualifizieren und eine PV-Vorstudie vorzubereiten.

Was ist eine Horizontaufnahme?

Bei einer Horizontaufnahme werden sichtbare Hindernisse von einem Standort aus erfasst, um ihren Einfluss auf den verfügbaren Sonnenzugang zu bewerten.

Typische Hindernisse sind Gebäude, Bäume, Geländeformen, technische Aufbauten oder andere Elemente, die die Sonne zu bestimmten Jahreszeiten verdecken können.

Das Ergebnis ist meist ein Horizontprofil oder Verschattungsprofil, das die solare Umgebung des Standorts beschreibt und später für Verschattungsverluste, PV-Vorstudie und Ertragsprognosen genutzt werden kann.

Wie misst ein Smartphone ein Hindernis?

Für die Position eines Hindernisses sind zwei Informationen wichtig: Azimut und Höhenwinkel.

Der Azimut beschreibt die horizontale Richtung relativ zum Norden. Der Höhenwinkel beschreibt die scheinbare Höhe über dem Horizont.

Smartphones nutzen dafür mehrere Sensoren: Magnetometer, Beschleunigungssensor, Gyroskop sowie Bewegungs- und Orientierungssensoren. Die Software kombiniert diese Informationen, um die Position des beobachteten Hindernisses zu bestimmen.

Grenzen von Smartphone-Sensoren

Wie jedes Messsystem haben Smartphone-Sensoren Grenzen.

  • Metallische Objekte in der Nähe
  • elektrische Strukturen
  • lokale magnetische Störungen
  • unterschiedliche Sensorqualität je nach Gerät
  • unzureichende Kalibrierung

Diese Grenzen betreffen alle Anwendungen, die Orientierung und räumliche Lage des Telefons nutzen, nicht nur PV-Anwendungen.

Warum Kalibrierung wichtig ist

Kalibrierung hilft, die Qualität und Konsistenz der Sensordaten zu verbessern.

Ein schlecht kalibriertes Gerät kann weniger plausible Messungen liefern, vor allem bei der Ausrichtung. Deshalb ist die Kalibrierung vor oder während der Standortaufnahme ein wichtiger Schritt.

Wie Azimutis die Messungen absichert

Azimutis nutzt nicht nur rohe Sensordaten. Die App integriert mehrere Mechanismen zur Verbesserung der Datenqualität.

  • Kalibrierungswerkzeuge
  • Plausibilitätskontrollen
  • Korrekturmechanismen
  • visuelle Prüfung
  • manuelle Anpassung der aufgenommenen Punkte

Ziel ist ein Horizontprofil, das für weitere Analysen und die weitere Planung nutzbar bleibt.

Prüfung und Korrektur der Aufnahme

Eine Horizontaufnahme sollte nicht als unveränderliche Rohmessung verstanden werden.

In Azimutis können Punkte nach der Aufnahme geprüft und angepasst werden, um einzelne Messungen zu korrigieren, das Horizontprofil zu verfeinern oder zusätzliche Beobachtungen vor Ort zu berücksichtigen.

Von der Standortaufnahme zur PV-Vorstudie

Nach der Aufnahme können die Daten genutzt werden, um Verschattung zu analysieren, Sonnenzugang zu berechnen, Verluste zu schätzen, Solarpotenzial zu bewerten, Ertragsprognosen zu erstellen, Berichte zu erzeugen und Daten in PV-Planungstools zu exportieren.

Die Horizontaufnahme ist damit eine der Grundlagen für eine PV-Vorstudie und Standortbewertung direkt vor Ort.

FAQ

Ist eine Horizontaufnahme per Smartphone zuverlässig?

Sie kann für eine PV-Vorstudie und erste PV-Standortanalyse ausreichend zuverlässig sein, wenn Messbedingungen, Kalibrierung und Kontrollschritte passen.

Welche Sensoren werden verwendet?

Ein Smartphone kombiniert in der Regel Magnetometer, Beschleunigungssensor, Gyroskop und Orientierungssensoren, um Azimut und Höhenwinkel zu schätzen.

Was sind die wichtigsten Grenzen?

Messungen können durch magnetische Störungen, Metallobjekte, elektrische Strukturen, Sensorqualität und unzureichende Kalibrierung beeinflusst werden.

Wie verbessert Azimutis die Plausibilität der Messungen?

Azimutis nutzt Kalibrierung, Plausibilitätskontrollen, Korrekturmechanismen, visuelle Prüfung und manuelle Anpassung der aufgenommenen Punkte.